Brust
Eine zu große Brust kann eine Vielzahl von Beschwerden bereiten. Typischerweise leiden betroffene Patientinnen unter Rückenschmerzen und Verspannungen im Hals- und Nackenbereich. Zudem kann es zu rezidivierenden Entzündungen im Bereich der Unterbrustfalte kommen. Neben den körperlichen Beschwerden können zudem auch psychische Belastungen entstehen.
Eine kausale Therapie der Beschwerden kann durch eine Brustverkleinerung erzielt werden.
Brustverkleinerung Behandlungsablauf
- Bei der ersten ambulanten Untersuchung und nach der Befunderhebung besprechen wir das OP-Verfahren und mögliche Risiken mit Ihnen.
- Abhängig von der Größe und Beschaffenheit der Brust kommen unterschiedliche Operationsverfahren in Betracht.
- Die OP wird im Rahmen eines stationären Aufenthalts in Vollnarkose durchgeführt.
- Eingelegte Drainagen können meist nach ein bis zwei Tagen entfernt werden. Die verwendeten Fäden sind selbstauflösend.
- Nach der Brustverkleinerung tragen Sie für sechs Wochen einen Kompressions-BH zur Entlastung der Narben und Unterstützung der Brust.
- Die Ausreifung der Narben kann bis zu einem Jahr dauern, das endgültige Ergebnis der Operation kann nach drei bis sechs Monaten beurteilt werden.
Prinzipiell stehen zwei Operationsmethoden zur Brustvergrößerung zur Verfügung: die Brustvergrößerung mittels Eigenfetttransplantation (Lipofilling) und die Brustvergrößerung durch Silikonimplantate.
Brustvergrößerung mit Eigenfett Behandlungsablauf
- Die Brustvergrößerung mit Eigenfett wird ambulant in Analgosedierung bzw. Vollnarkose durchgeführt.
- Da es sich bei dieser Operationsmethode um eine Brustvergrößerung durch Eigengewebe handelt, kann dadurch ein sehr natürliches Ergebnis erzielt werden. Etwa 20 bis 30 Prozent des transplantierten Fettgewebes werden vom Körper abgebaut, der übrige Anteil bleibt dauerhaft.
- Nach etwa drei Monaten liegt das endgültige Ergebnis vor.
Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten Behandlungsablauf
- Die Brustvergrößerung mit Silikonimplantaten erfolgt in Narkose im Rahmen eines stationären Aufenthaltes.
- Die in der Operation eingebrachten Drainagen können meist bereits am Tag nach der Operation entfernt werden. Zum Wundverschluss wird selbstauflösendes Nahtmaterial eingebracht, sodass keine Fadenentfernung erforderlich ist.
- Nach der Operation ist das Tragen eines Kompressions-BHs für einen Zeitraum von sechs Wochen erforderlich.
- Die Ausreifung der Narben kann bis zu einem Jahr dauern, das endgültige Ergebnis der Operation lässt sich nach drei bis sechs Monaten beurteilen.
Die Form der weiblichen Brust verändert sich im Laufe der Jahre. Auch Schwangerschaften oder starke Gewichtsschwankungen können ihr Aussehen beeinflussen.
Aber nicht nur ästhetische Gründe können für eine Bruststraffung sprechen. Vor allem nach einer starken Gewichtsabnahme kann es in den Unterbrustfalten zu wiederkehrenden Entzündungen kommen.
Bruststraffung Behandlungsablauf
- Nach eingehender ambulanter Untersuchung und Beratung besprechen wir mit Ihnen das Operationsverfahren und klären Sie über mögliche Risiken auf. In Abhängigkeit von der Größe und Form der Brust stehen unterschiedliche Operationsverfahren zur Verfügung.
- Die Operation erfolgt in Narkose unter stationären Bedingungen.
- Das Ergebnis der Bruststraffung kann nach drei bis sechs Monaten endgültig beurteilen. Die Ausreifung der Narben kann bis zu einem Jahr dauern.
- Bei der OP wird sowohl der Hautmantel gestrafft als auch die Brustdrüse neu geformt und positioniert.
- Die während der Operation eingelegten Drainagen können nach ungefähr zwei Tagen entfernt werden.
- Postoperativ ist das Tragen eines Kompressions-BHs für einen Zeitraum von sechs Wochen erforderlich.
Die Entscheidung für eine Brustrekonstruktion nach Mammakarzinom ist abhängig von vielen individuellen Faktoren.
Für das auf die entsprechenden Bedingungen abgestimmte operative Behandlungskonzept bietet die plastische Chirurgie verschiedene Operationsmethoden.
Für ein persönliches Beratungsgespräch zum Thema Brustrekonstruktion stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Häufige, von der Norm abweichende Brustformen sind tubuläre (schlauchförmige) Brustdeformitäten sowie angelegte Asymmetrien hinsichtlich Form und Größe.
Die entsprechende Abweichung von Form und Größe lässt sich durch individuelle Operationsmethoden korrigieren. In einem persönlichen Beratungsgespräch stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Brustwarzen, welche dauerhaft oder zeitweise nach innen gerichtet sind, bezeichnet man als Schlupfwarzen oder Hohlwarzen.
Durch Schlupfwarzen kann das Stillen erschwert sein, des Weiteren stellen sie jedoch vorwiegend ein ästhetisches Problem dar.
Schlupfwarzen Behandlungsablauf
- Vor einer operativen Schlupfwarzenkorrektur sollte über mehrere Wochen ein konservatives Behandlungsverfahren (Niplette-Saugvorrichtung) durchgeführt werden. In dieser Therapie werden über ein Vakuum die verkürzten Milchgänge sanft gedehnt. Bei geringer Befundausprägung kann durch diese Behandlung ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden.
- Eine weitere Therapieoption stellt die operative Schlupfwarzenkorrektur dar, falls durch eine konservative Behandlung nicht das gewünschte Ergebnis erzielt werden konnte. Entsprechend des individuellen Befundes gibt es unterschiedliche operative Techniken mit und ohne Durchtrennung der Milchgänge. Nach der Operation kann für eine Stillfähigkeit nicht garantiert werden.
- Die Operation kann ambulant in örtlicher Betäubung oder in Analgosedierung/Narkose durchgeführt werden.
Bei einer Gynäkomastie ist die männliche Brustdrüse meist beidseitig vergrößert.
Gynäkomastie Behandlungsablauf
- Um mögliche hormonelle/endokrinologische Ursachen auszuschließen, ist zunächst ist eine diesbezügliche Diagnostik durchzuführen. Des Weiteren sollte eine entsprechende bildgebende Untersuchung (Mammasonographie) erfolgen, um das Vorliegen einer vergrößerten Brustdrüse nachzuweisen.
- Die Operation wird stationär in Vollnarkose durchgeführt.
- Die Operation beinhaltet die Entfernung des Brustdrüsengewebes über einen Hautschnitt am Unterrand des Brustwarzenhofes kombiniert mit einer Fettabsaugung.
- Die während der Operation eingelegten Drainagen können meist am ersten Tag nach der Operation entfernt werden.
- Postoperativ ist das Tragen einer Kompressionsweste für einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen erforderlich.
